Kategorie: R&H SOCIAL

Influencer Marketing – überschätzte Power? Teil 1

„Hallo meine Lieben, heute möchte ich euch ein großartiges, neues Produkt vorstellen…“, so oder so ähnlich fangen viele Videos auf YouTube, Instagram oder seit einiger Zeit auch auf TikTok an. Influencer:innen – oder solche, die es werden wollen – präsentieren ihrer Community selbstgekaufte oder von Firmen gesponserte Produkte. Die Range ist dabei so vielfältig wie ein Blick in die Ebay-Kleinanzeigen: Vom neuesten Make-Up-Schwamm über den Test innovativer Sportgeräte bis zum Adventskalender-Unboxing quer durch alle Preisklassen: Jede Nische und jedes Interesse werden abgedeckt.

Aber: Ist Influencer Marketing nicht eigentlich ein alter Hut?

Sicherlich nicht! Wir leben in einer Zeit, in der wir regelmäßig mit neuen Produkten und Marken konfrontiert werden – und die Auswahl an Dingen steigt stetig. Den Überblick zu behalten oder gar eine Kaufentscheidung zu treffen, fällt immer schwerer. Da vertrauen wir gerne auf die Empfehlungen anderer. Laut unterschiedlichen Marketing-Studien stehen Freunde und Familie dabei immer noch an erster Stelle. Doch gerade der Einfluss von bekannten (Online-)Persönlichkeiten im Sinne von Blogger:innen und Instagrammer:innen hat über die letzten Jahre weiter kontinuierlich zugenommen – gerade bei der jungen Zielgruppe. Sie genießen ein hohes Maß an Vertrauen bei ihren Follower:innen und nehmen starken Einfluss auf Kaufentscheidungen. 

Um diesen Standard zu halten und ein authentisches Bild nach außen zu kommunizieren, müssen Influencer:innen und Marke perfekt zusammenpassen. Es geht beim Influencer Marketing demnach insbesondere darum, Marken- oder Produktfürsprecher:innen zu wählen, die

  • als Expert:innen auf bestimmten, produktspezifischen Themengebieten gefragt sind 
  • ihre Community authentisch für das Produkt begeistern können und nicht nur reines Product Placement betreiben
  • aktiv mit ihrer Community interagieren, um so Reichweite und Engagement zu generieren

Dies alles nimmt nachhaltigen Einfluss auf die Bewertung von Produkten, Dienstleistungen oder Marken, erhöht Abverkäufe und kann mitunter einen richtigen Hype starten.

Ist Influencer gleich Influencer?

Man hat gelernt: Bekannter heißt nicht grundsätzlich besser. User:innen – und damit auch potenzielle Neukund:innen – sind in den letzten Jahren viel sensibler geworden, wenn es um Produktplatzierungen und -kooperationen geht. Von einem reinen, punktuellen Bewerben ohne jedweden Tiefgang oder Bezug zu den eigentlichen Account-Inhalten sollte dringend abgesehen werden.  Der Markenfit ist entscheidend! Nur so kann ein authentisches, positiv-behaftetes Bild nach außen getragen werden. Das heißt: auch – oder gerade – kleinere Accounts, können mit ihrer spezifischen Community genau die Zielgruppe ansprechen, die zur Marke passt. Sie sind glaubwürdig(er) und sorgen dementsprechend für gute Conversions. 

Um das Thema aber genauer zu spezifizieren ­– und um einen gewissen Marktwert festzulegen ­– werden Social-Media-Influencer:innen meist anhand ihrer Follower:innen-Anzahl unterschieden:

  • Mega Influencer: Mega Influencer haben Prominenten-Status und sind bereits im klassischen Testimonial-Geschäft unterwegs. Ihre Follower:innen-Anzahl manifestiert sich häufig im siebenstelligen Bereich
  • Macro Influencer: Macro Influencer sind meist in sozialen Netzwerken groß geworden und fokussieren sich häufig auf ein bis zwei Themenbereiche. Ihre Follower:innen-Anzahl liegt zwischen 50.000 und 1.000.000
  • Micro Influencer: Micro Influencer sind allgemeine Experten mit besonderer Expertise in ihrem Bereich. Ihre Follower:innen-Anzahl liegt zwischen 10.000 und 40.000.
  • Nano Influencer: Nano Influencer sind meist engagierte interaktiv-freudige Nutzer:innen mit einer Reichweite von unter 10.000 Follower:innen. Durch ihre kleinen Accounts haben sie eine sehr enge Bindung zu ihren Follower:innen.

Bevor man sich als Unternehmen also dazu entscheidet für seine Produktvermarktung mit Influencer:innen zu kooperieren, sollte man sich genau überlegen welche/r Influencer:in auch wirklich zu Produkt und Marke passt.

Kurzfristige Kooperation oder Zielsetzung Markenbotschafter?

Ob punktueller Push für einen Kollektions-Launch oder als festes Testimonial: Mit Storys, Reels oder Beiträgen kann nicht nur der Inhalt des Contents variieren, sondern auch die Laufzeit einer Kooperation. Während beispielsweise Instagram-Stories nur für 24h sichtbar sind und den FOMO-Effekt nutzen, sind Beiträge, Reels oder VODs dauerhaft auf den Kanälen zu sehen. Je nach Größe der Kooperation, dem angesetzten Kampagnenzeitraum und den damit verbunden Unternehmenszielen sind die unterschiedlichsten Modelle denkbar und sinnvoll. Sollen viele verschiedene Influencer:innen zeitgleich über ein bestimmtes Produkt berichten? Oder möchte man mit wenigen eine dafür umso intensivere Markenbeziehung aufbauen? Sollen zusätzliche Trigger wie Gewinnspiele oder Affiliate Links miteingebunden werden? Oder gar ein ganzes Event stattfinden? Eine Blaupause gibt es hierfür nicht. Erfahrung und Expertise sind hier Key!

Letztendlich sorgt gut gemachtes Influencer Marketing oftmals zu höheren Conversion Rates und langfristigerem Community Building als klassische PR. Vor allem, wer die Gen Z und Millennials erreichen möchte, sollte auf die digitalen Meinungsbildner setzen. Die hohe Glaubwürdigkeit die gute Influencer:innen bei ihren Follower:innen genießen, ist das Asset, um Produkte interessant zu machen und im Mindset der Zielgruppe zu verankern.

So weit, so gut. An dieser Stelle möchten wir Teil 1 unserer zweiteiligen Serie zum Thema Influencer Marketing auch erstmal beenden. Aber keine Sorge: der zweite Teil folgt schon nächste Woche. Dann mit einigen Best-Practice-Beispielen. Seid gespannt!


Wer jetzt schon Lust bekommen hat seine Marke oder sein Unternehmen auch auf Social Media mithilfe von Influencer:innen zu promoten oder einfach nur mehr zu diesem Thema erfahren möchte, kann sich gerne von den Kolleg:innen unserer Unit R&H SOCIAL beraten lassen: social@rothkopf-huberty.de

Wir freuen uns auf Euch! 

ONE CLICK IS ALL IT TAKES… – Was Link-Klicks und Co. wirklich verraten. 


Der Klick auf eine Werbeanzeige bei Facebook oder Instagram ist schnell gemacht. Je mehr Klicks, desto besser performt die Kampagne, sagt das Marketing. Doch Qualität hat Quantität schon immer geschlagen. Also: wie wertet man die generierten Datensätze ­– und insbesondere die verschiedenen Klickarten – wirklich sinnvoll aus? Welche Klicks sind relevant? Und wie hat man sie zu interpretieren? Denn ein Klick sagt mehr als tausend Worte… So, let‘s go!


Wenn Klick nicht gleich Klick ist.


Link-Klicks

Die Link-Klicks gehören sicherlich zu den bekanntesten Maßeinheiten, wenn es darum geht den Erfolg – oder Misserfolg ­– einer Kampagne zu messen. Aber sie sind zugleich auch die generischste Metrik, die vom Facebook-Werbeanzeigenmanager zur Verfügung gestellt wird. 

Denn „bei dieser Metrik werden alle Klicks auf den Text, die Medien oder den Call to Action der Anzeige gezählt, die zu Zielen oder Erlebnissen führen, die vom Werbetreibenden festgelegt wurden.“ (Quelle: Werbeanzeigenmanager)

Das heißt: die Ergebnisse der Link-Klicks führen nicht dezidiert auf, wie viele der Klicks bzw. User tatsächlich auch dort gelandet sind, wo man sie ursprünglich hinleiten wollte – auf Landingpages außerhalb des Meta-Universums.

Um aber einen ersten Eindruck zubekommen, wie die Anzeige von der Zielgruppe angenommen wird, sind die Anzahl der Link-Klicks durchaus ein gutes Mittel. Jedoch sind sie aussagestärker, setzt man sie in Relation mit anderen Metriken. Dazu aber gleich mehr.

Ausgehenden Links

Um den Kreis der Links genauer zu definieren, gibt es die sogenannten „Ausgehenden Links“. Diese beinhalten nur noch die Klicks, die die User auf Seiten außerhalb von Meta weiterleiten. Das können beispielsweise Links auf Marken- oder Unternehmens-Webseiten oder zu Anwendungen im Appstore sein. Klicks auf interne Facebook-Seiten werden dabei nicht mehr in die Wertung miteingeschlossen.

Aber es geht noch einen „Klick“-genauer.

Landingpage-Aufrufe

Denn mit den Landingpage-Aufrufe werden nur noch diejenigen Link-Klicks erfasst, die zu einem vollständigen Laden der Zielseite geführt haben. Das heißt, der User hat den Tab nicht vorzeitig verlassen oder geschlossen und zeigt damit das größtmögliche Interesse an dem beworbenen Produkt; der Marke oder der Dienstleistung.

Er befindet sich dort, wo er nach weiteren Informationen suchen kann, und ist im Funnel der Customer Journey über den Status der Awareness vorangeschritten.

Voraussetzung zur Verwendung dieser Metrik ist allerdings die vorherige Implementierung des Facebook-Pixels auf der Website. Der Pixel wird nach dem vollständigen „Page Load“ ausgelöst und erst dann in der Ergebnisliste im Werbeanzeigenmanager als Landingpage-Aufruf aufgeführt. 

Damit stellen die Landingpage-Aufrufe die qualitativ hochwertigste Metrik dar, die Marketern und Kunden am ehesten Aufschluss über die Kampagnen-Performance gibt. 

Bonus Feature: Unique Clicks

Zu guter Letzt seien im Rahmen der hier bereits genannten Linkarten und möglichen Klick-Metriken noch die Eingrenzung in die sogenannten „Unique Clicks“ oder „Individuelle Aufrufe“ erwähnt. Wie der Name schon verrät, handelt es sich dabei, um eine Möglichkeit alle Klicks auszuschließen, die mehrfach von einer Person angeklickt wurden. Diese Einstellung kann bei allen Klickarten zusätzlich definiert werden und lässt die Datensätze noch weiter verfeinern; schließt multiple Link-Klicks der selben Person aus.


Metriken erfasst – und dann? Die Relation macht’s!

Wir alle wissen: Die hier vorgestellten Metriken allein sind keine Erfolgs-Indikatoren, wenn es darum geht eine tiefergehende Kampagnen-Auswertung vorzulegen. Sie helfen erste Erkenntnisse über die Performance zu liefern, ermöglichen aber erst im Kontext mit anderen Datensätzen, wie der Reichweite oder den Impressionen, relevante Ableitung zu treffen.

Allein die Differenz von Link-Klicks zu ausgehenden Klicks zu Landingpage-Aufrufen kann viel aussagen. Sind Link-Klicks und ausgehende Klicks fast identisch, scheinen die User den Call-to-Action genau zu folgen.

Ist hingegen eine hohe Diskrepanz zwischen ausgehenden Klicks zu Landingpage-Aufrufen zu verzeichnen, kann eine hohe Seitenladedauer die User vielleicht zum Absprung bringen oder die gewählte Landingpage ist nicht optimal an die Bedürfnisse der Zielgruppe angepasst. 

Besser sind jedoch die sogenannten Key Performance Indikators (kurz: KPIs), also Werte, die zeigen, wie effektiv ein Unternehmen oder eine Marke, die zuvor an die Kampagnen gesetzten Ziele auch erreicht hat. Also beispielsweise: Wie viele Link-Klicks führten letztendlich zu einer Conversion? Gab es einen Return on Investment? Haben wir unsere Benchmarks erreicht?

KPIs gibt es viele und der Werbeanzeigenmanager macht es leicht sich diese auch direkt mitanzeigen zu lassen. Zu den gängisten KPIs im Zusammenhang mit den User-Klicks gehören die Click-Through-Rate (CTR) sowie der Cost-per-Click (CPC)


Click-Through-Rate (CTR)

Mit der Click-Through-Rate wird der Prozentsatz ermittelt, wie viele der erreichten Personen anhand der Impressionen oder der Reichweite einen Link-Klick getätigt haben. 

Hieran kann man also recht gut ablesen, ob Visual, Text oder Call-to-Action bei der Zielgruppe den gewünschten Effekt ausgelöst haben. Ist die CTR im Verhältnis zu den Ergebnissen anderer Anzeigen sehr niedrig, sollte man sich anschauen, welche Parameter optimiert werden müssen.


Cost-per-Click (CPC)

Der CPC gibt den Preis an, den ein Klick auf die Anzeige gekostet hat. Auch hier lohnt sich immer der Vergleich zu anderen, bereits geschalteten Ads, um ein Gefühl für eine realistische, aber zugleich erstrebenswerte Benchmark im eigenen Marken- und Unternehmenskosmos zu haben.

Auch hier sollten gravierende Abweichungen ein Überdenken der Zielgruppe oder des Anzeigenaufbaus mit sich ziehen. Denn: Optimierungspotenzial ist immer da.


Und jetzt?

Wichtig ist zu verinnerlichen, dass man sich nicht nur auf einfache Metriken wie Link-Klicks beschränken sollte. Landingpage-Aufrufe machen ebenso Sinn bei der Frage nach hochwertigen Klicks wie auch der Einbezug unternehmensinterner Benchmarks. 

Die hier vorgestellten Link-Arten sind natürlich nur ein kleiner, wenn auch wesentlicher Teil, der zu analysierenden Datensätze. Auch die Tonalität der Kommentare oder das User-Verhalten auf der eigentlichen Landingpage geben Werbetreibenden die Möglichkeit auf die Bedürfnisse und Wünsche der Zielgruppe einzugehen; die Attraktivität der Werbeanzeige zu erhöhen. 


Gerne unterstützen wir Sie bei der Konzeption und Planung von Online-Kampagnen, die perfekt auf ihre Zielgruppe und auf ihre Unternehmensziele zugeschnitten sind. Unser Kompetenzteam der R&H Social freut sich auf Ihre Anfrage: social@rothkopf-huberty.de

Petfluencer – Hier sind unsere Top 5!

Zum Ende des Woche gibt es bei uns eine Runde #freitagsflausch zum Genießen 🐶🦊🦁 Denn sind wir ehrlich: Die wahren Stars im Netz sind unsere frechen Vierbeiner. Ob Hunde auf Skateboards oder Katzen mit der perfekten Cat-Walk-Attitüde, wir verbringen Stunden damit ihre Stories, Reels oder TikToks zu bingen. Kein Wunder also, dass das Marketing-Potential der Petfluencer für Unternehmen immer interessanter wird – auch für Brands wie BMW oder Dyson. Ein spannendes Feld, das zu einer Menge kreativer Ideen führt. Wir haben für euch unsere ganz persönliche Top 5 der coolsten tierischen Content Creator zusammengestellt.

Touchdown für Touchpoints! Social Media – Das perfekte Passspiel für den eCommerce

Gerade in Zeiten von Corona hat sich eins gezeigt: die Menschen kaufen immer mehr online. Statt des erwarteten Rückgangs der Kauftätigkeit ist online genau das Gegenteil passiert: es wurde bestellt, bestellt, bestellt. Lebensmittel, Kosmetika und Möbel gehören dabei zu den Top-Scorern der Krise. Überlastete Paketdienste und verspätete Lieferungen inklusive. Der eCommerce boomt!

5 Tipps für die perfekte (Insta-) Story

Ein Trend, der bleibt: Instagram und Facebook Stories oder der WhatsApp-Status – kurzlebige Inhalte, die einfach und schnell auf Social-Media-Plattformen geteilt werden können und nach 24 Stunden wieder aus dem Feed der User verschwinden. Und der Hype ist real: Unglaubliche 86,6 % aller User posten selber Stories bei Instagram und mehr als zwei Drittel schauen sich täglich Stories an. Das Potenzial für Unternehmen, Marken oder Produkten von der eigenen Zielgruppe gesehen zu werden ist hier also groß.

Jetzt wird gebloggt!

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Angelehnt an unsere vier Units R&H CREATION, R&H LIVE!, R&H PEOPLE und R&H SOCIAL sind unsere Themen ebenso vielfältig wie die Projekte, die wir Tag für Tag umsetzen. Unser Blog gibt euch einen Einblick in unsere Arbeit, zeigt, was uns inspiriert und bewegt und bietet kurzweilige News, Trends und Insights.

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